Bericht zum Themenabend im Juli: Ein Verein Stellt sich vor – IDA – In der Au e.V.

Im Rahmen eines gut besuchten Themenabends am 7. Juli 2026 wurde der neu gegründete Verein „IDA – In der Au e.V.“ erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung durch Yola Schmitz, die zudem auf wichtige Termine der kommenden Wochen hinwies – darunter eine Klimaschutz-Demonstration am 18. Juli, der CSD in Traunstein am 25. Juli, dem Sommerfest der Grünen Traunstein am 05. August, sowie weitere Veranstaltungen und Vorstandswahlen im Sommer und Herbst – rückte die Präsentation des Vereins in den Mittelpunkt des Abends.

Helga Mandl, Vorstandsmitglied im Ortsverband Traunstein und Stadträtin, gab Einblicke in die Entstehung und die Ziele von IDA. Der Verein wurde offiziell am 5. Mai gegründet und versteht sich als Antwort auf eine zunehmend spürbare gesellschaftliche Herausforderung: wachsende Vereinsamung und der Rückgang niedrigschwelliger Begegnungsorte. In Traunstein fehlte es bislang an einem lokalen, offenen und vor allem konsumfreien Raum, in dem Menschen unkompliziert zusammenkommen können. Genau hier setzt IDA an: Der Verein möchte einen Treffpunkt schaffen, der Austausch fördert, Gemeinschaft erlebbar macht und gleichzeitig Raum für bürgerschaftliches Engagement bietet. Ziel ist es, Menschen nicht nur zusammenzubringen, sondern sie auch zu ermutigen, sich aktiv in das gesellschaftliche Leben vor Ort einzubringen.

Herzstück des Vereins ist ein Veranstaltungsraum in der Nähe des Karl-Theodor-Platzes, der Platz für bis zu 70 Personen bietet. Ausgestattet mit Tischen, Stühlen sowie einer Küche inklusive Geschirr, steht der Raum grundsätzlich allen Interessierten offen. Bereits die ersten Veranstaltungen, darunter ein Erzählcafé mit bis zu 80 Teilnehmenden, stießen auf große Resonanz. Auch eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jugendtreff ist in Planung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Raum für eigene Veranstaltungen zu mieten – ein Angebot, das bereits auf reges Interesse bei verschiedenen Vereinen gestoßen ist.

Der Verein selbst vereint Menschen unterschiedlicher Generationen – von 19 bis über 70 Jahre alt – und versteht sich als offenes Netzwerk für die Stadtgesellschaft. Um die laufenden Kosten langfristig zu decken, ist IDA jedoch auf finanzielle Unterstützung angewiesen, insbesondere durch Mitgliedschaften. Ab dem kommenden Jahr wird zudem Miete für die Räumlichkeiten fällig.

In der anschließenden Fragerunde wurden zahlreiche praktische Aspekte geklärt. So gibt es derzeit noch keine festen Öffnungszeiten, diese sollen jedoch perspektivisch entwickelt werden. Die Internetverbindung vor Ort ist bislang eingeschränkt, ebenso wie die digitale Präsenz des Vereins: Eine eigene Homepage befindet sich im Aufbau, während die Social-Media-Aktivitäten aktuell noch über den privaten Instagram-Account von Helga Mandl laufen. Zur Finanzierung ist unter anderem ein Getränkeverkauf geplant.

Auch Ideen für zukünftige Veranstaltungen wurden bereits gesammelt – von gemeinschaftlichem Plätzchenbacken bis hin zu Stricktreffen. Technische Ausstattung wie ein Beamer ist derzeit noch nicht vorhanden, kann jedoch bei Bedarf von der Wohnungsbaugesellschaft ausgeliehen werden. Einschränkungen bestehen aktuell noch bei der Barrierefreiheit der Toiletten. Zudem wurde klargestellt, dass die Räumlichkeiten nicht an Parteien vermietet werden.

Der Themenabend machte deutlich: Mit IDA – In der Au e.V. entsteht in Traunstein ein neuer Ort der Begegnung, der das Potenzial hat, das soziale Miteinander nachhaltig zu stärken.

Aktuelle Themen aus dem Stadtrat

Zum Abschluss des Abends wurde zudem ein Blick auf aktuelle Diskussionen im Stadtrat geworfen. Ein zentrales Thema ist die zukünftige Konzeption der Schule in Wolkersdorf. Hier steht unter anderem ein sogenanntes Cluster-Konzept im Raum, das neue pädagogische und räumliche Ansätze ermöglichen soll.

Ebenfalls thematisiert wurde eine kürzlich durchgeführte Verkehrsschau, an der neben der Polizei auch regelmäßig Fahrradfahrende teilnahmen. Ziel war es, potenzielle Gefahrenstellen im Stadtgebiet zu identifizieren. Dabei entstand bei einigen Teilnehmenden der Eindruck, dass ihre Perspektiven von Seiten der Polizei nicht ausreichend ernst genommen wurden. Zwar wurden die angesprochenen Probleme aufgenommen und mögliche Lösungen in Aussicht gestellt – ob diese Zusagen jedoch nachhaltig verfolgt werden, bleibt abzuwarten.

Ein weiteres Projekt betrifft die Einführung smarter Parkplätze in Traunstein. In einem Pilotprojekt soll die aktuelle Belegung von Parkflächen künftig über eine App abrufbar sein. Ziel ist es, den Suchverkehr zu reduzieren und damit sowohl die Verkehrsbelastung als auch den CO₂-Ausstoß in der Stadt zu verringern.

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