Soll weiterhin jeder einzeln seine Plastikverpackungen, Aludeckel und -schalen, Dosen, Tetrapacks etc. zu den Wertstoffhöfen bringen, oder soll der Landkreis umstellen auf gelbe Säcke oder gelbe Tonnen?
Im Kreistag steht dies in Bälde zur Entscheidung an, da die aktuellen Verträge auslaufen und die „Junge Liste“ einen Antrag zur Umstellung eingebracht hatte.
Kreisrätin Helga Mandl ist Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Abfall. Sie berichtete von der Präsentation einer Fachfirma, die die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme ausgearbeitet hatte.
Aktuelles Bring-System:
In den Wertstoffhöfen kommen die Wertstoffe vorsortiert in die korrekten Behälter und das Personal hilft in Zweifelsfällen. Aber ein Teil der Bevölkerung kann oder will da nicht mitmachen und somit hat der Landkreis überdurchschnittlich viel Restmüll zu entsorgen.
Alternative gelber Sack / gelbe Tonne:
Erfahrungen aus anderen Landkreisen Bayerns haben gezeigt, dass so viel mehr Plastik etc. gesammelt wird und somit weniger in den Restmülltonnen landet. Leider findet sich auch allerhand Falsches in den gelben Säcken bzw. Tonnen. Das muss dann aufwendig in den Sortieranlagen ausgesondert werden.
Zahlreiche Wortmeldungen gab es dann in der Diskussion, zum Beispiel zum aktuellen Bringsystem: „In Mehrfamilienhäusern gibt es keinen Anreiz, in den Wertstoffhof zu fahren; die Restmülltonnen stehen ja da und keiner weiß, wie hoch die Müllgebühren sind“ und „die Wertstoffhöfe sind doch auch Treffpunkte zum Ratschen“.
Einige Besucherinnen hatten Erfahrungen aus anderen Städten, in denen sie früher gewohnt hatten, zum Beispiel in Berlin: „Hunde und Katzen reißen die für die Abfuhr bereitgestellten gelben Säcke auf – und keiner räumt dann auf.“ Eine der Wortmeldungen zur gelben Tonne: „Wohin mit den dann 4 Tonnen bei einem Einfamilienhaus?“
Ein ganz anderer Vorschlag betraf das Abfallsparen mit dem Aufruf zur Nutzung von „Unverpackt-Läden“.
Nachdem Sprecherin Yola Schmitz und Diskussionsleiter Max Kellnberger die Diskussion beendeten, fragte Helga Mandl alle Anwesenden um ihre Meinung: Einige waren für die Beibehaltung des aktuellen Systems, nur zwei Personen bevorzugten den gelben Sack und am meisten Zuspruch gab es für die gelbe Tonne.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Thomas Lang-Nachtnebel noch an Werner Siegl erinnert , der vor kurzem verstorben ist. Als Mitglied und zeitweiliger Sprecher unseres OV war der Kampf gegen ein seinerzeit geplantes Güterterminal im Haidforst eines seiner Hauptanliegen.
Wolfgang Wörner / Sept. 2026
Bild: OV-Sprecherin Yola Schmitz (links), Kreisrätin Helga Mandl und Beisitzer Max Kellnberger führten durch den Abend.



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