Grüner Themenabend: „Geht zur Abstimmung und nehmt noch zwei mit“

„KlimaAufbruch Traunstein-jetzt“ zum Bürgerentscheid am 29. Mai

„Am 29. Mai haben die Traunsteiner eine zweite Chance, für ein Klimaschutzkonzept zu stimmen“, sagte Ortssprecherin Martina Wenta zu Beginn unseres „Grünen Themenabends“ im Mai.
Engagierte Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger hatten sich zusammengefunden und gründeten die Initiative „KlimaAufbruchTraunstein-jetzt“. Der von ihnen mit viel Engagement initiierte Bürgerentscheid am 29. Mai hat ambitioniertere Ziele als der Entscheid vor einigen Wochen, bei dem die notwendigen Ja-Stimmen nicht zusammengekommen waren.
Christiane Meier von der Initiative stelle die Ziele des Bürgerentscheids bei der gut besuchten Veranstaltung im Sailer Keller vor: „Wir möchten eine Reduktion des CO2-Ausstoßes in Traunstein um 85% bis Ende 2029 festgeschrieben haben. Dafür soll die Stadt Traunstein einen Maßnahmenplan erarbeiten.“
„Damit wollen wir“, so verdeutlichte es Mit-Initiator Stephan Hadulla, “die Einhaltung des Pariser Klimaziels von 1,5 Grad erreichen“
Rainer Schenk,  ebenfalls von der Initiative, ergänzte dann: „Wir müssen jetzt anfangen, und Lieferschwierigkeiten oder Fachkräftemangel dürfen kein Grund sein, vorerst gar nichts zu tun.“
Über das von manchem vorgeschobene Argument der Kosten ärgerte sich Reinhard Gocht: „Und was wird es kosten, wenn die Berge runterrutschen oder die Traun überläuft?“ fragte er.
Erneuerbare Energien wie Sonne und Wind dämpfen ja ganz allgemein die Kosten für Energie, die zur Zeit in unbekannte Höhen geschossen sind.
Dann ging es darum, ob die Stadt Traunstein denn überhaupt viel ausrichten kann, „denn sie kann den Bürgern ja nichts vorschreiben“, so Thomas Lang-Nachtnebel.
Klaus Herold erwiderte, dass die Stadt sehr wohl viel tun kann und Stadtrat Wilfried Schott detaillierte mit den Worten: „Zentraler Punkt sind die Stadtwerke, deren Eigentümer die Stadt ist. Die Stadtwerke können zum Beispiel Windräder oder Photovoltaik aufstellen, die sich im Laufe der Jahre amortisieren.“
Dazu muss aber der notwendige Wille da sein, und so meldete sich Stadtrat Thomas Stadler. Er erinnerte daran, dass die Mehrheit der Traunsteiner Stadträte leider erst kürzlich eine Freiflächen-Solaranlage in Tinnerting  abgelehnt hat. Stadler freut es aber, „dass viele Bürger schon selbst dabei sind, die Klimawende herbeizuführen, indem sie Wärmepumpen in ihren Häusern installieren und Photovoltaik-Module auf das Dach legen.“
Unsere Stadtratsfraktion und unser Ortsverband Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen rufen dazu auf, am 29. Mai in die Wahllokale zu gehen und mit „Ja“ zu stimmen, oder dies per Briefwahl zu tun. Thomas Stadler drückte es besonders schön aus: „Geht zur Abstimmung und nehmt noch zwei mit“.
Wolfgang Wörner

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