„Mehr Zukunft, weniger Beton“ – Spannende Veranstaltung auch ohne die erkrankte Referentin

Alles war vorbereitet worden für den öffentlichen Vortrag „Mehr Zukunft, weniger Beton“ der bekannten Architekturkritikerin Laura Weißmüller – aber sie musste am Vorabend absagen, sie war krank geworden.

Stadträtin Helga Mandl und Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner schafften es jedoch innerhalb weniger Stunden, eine interessante Alternative für die Gäste im Sailer Keller vorzubereiten.

Beide sind Aufsichtsrätinnen der Wohnungsbaugesellschaft Traunstein GmbH & Co KG (wbg) und so begann Helga Mandl die Veranstaltung mit einem Bericht über die Wohnungssituation in Traunstein und die Projekte der wbg: „In Seiboldsdorf sind die ersten Wohnungen bezogen, am Staudenbichl entsteht gerade ein Mehrfamilienhaus und für die Kita im Haidforst mit darüber liegenden Wohnungen gab es kürzlich den Spatenstich“. 

Auch berichtete sie über die Situation auf dem freien Wohnungsmarkt und das jüngst entstandene studentische Wohnen.

Mit diesen Informationen im Hintergrund eröffnete Mandl die Diskussion mit der Frage „Was fehlt noch in Traunstein?“

Für die in Zukunft zu bebauende Salzmanninsel gab es sogleich Ideen: So wünschte sich Dr. Christina Roos Häuser für alle Generationen mit Gemeinschaftsräumen und Stefan Schwankner regte an, das Gebiet autofrei zu halten. „Car-sharing gleich mitdenken“, ergänzte darauf Thomas Lang-Nachtnebel.

Tassilo Heller berichtete von der Möglichkeit, einen Mieterverein zu gründen und Hans Becher wusste von vielen Häusern und großen Wohnungen, die nur noch von einer Person bewohnt sind: Er überlegte „wie man die meist älteren Personen zueinander bringen könnte“. Darauf sagte Burgi Mörtl-Körner, die in ihrer Funktion als Zweite Bürgermeisterin oft Geburtstagsbesuche macht: „Die meisten älteren Leute wollen ihr soziales Umfeld nicht aufgeben“ und „Wenn schon umziehen, dann so zentral wie möglich“.

Über den „Bauturbo“ eine für 5 Jahre geltende Neuregelung im Baurecht berichtete sie im Anschluss: Bauanträge gelten nun als genehmigt, wenn die Behörde nicht innerhalb von 3 Monaten ausdrücklich und fundiert ablehnt. Hans Danner, Dritter Bürgermeister und Stadtheimatpfleger der Stadt Traunreut meinte dazu: „Mit dem Bauturbo kann man jetzt am Bebauungsplan vorbei bauen“ und „So kann der Natur- und der Denkmalschutz ausgehebelt werden“.

Die Veranstaltung zeigte, wie interessant das Thema „Bauen und Wohnen“ für viele ist. Die Veranstaltung mit der Architekturkritikerin Laura Weißmüller wird natürlich nachgeholt und frühzeitig bekanntgemacht

Wolfgang Wörner / Jan 2026

Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (links) und Stadträtin Helga Mandl leiteten die Veranstaltung über Bauen und Wohnen in Traunstein

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